Mit der innerschulischen Entwicklungsarbeit – dem Schulprogramm – das die Qualität von Unterricht und Erziehung sichern und weiterentwickeln soll, haben wir im März 1998 mit der Schulhofumgestaltung nach dem Modell der Holunderschule einen Anfang gemacht, ohne uns dessen bewusst zu sein. Eltern und Lehrer trafen sich regelmäßig, um über Erziehungsfragen zu diskutieren, wobei die Frage im Mittelpunkt stand:“ Wie gehen wir mit der zunehmenden Gewalt unter Schülern um?“ In der Gestaltung eines naturnahen Schulhofgeländes fanden wir eine kindgerechte Antwort. Gemeinsam mit Lehrern, Eltern und den Schülern schafften wir an nur einem Aktionstag die praktische Umsetzung: Die Pflasterung wurde größtenteils entfernt und der kahle, steinerne Schulhof verwandelte sich in ein grünes Naturgelände mit vielen einheimischen Busch- und Baumpflanzen, einem Erdhügel mit Kletterstamm, einem Weidenhäuschen, Sitzgelegenheiten aus Holzpflöcken, einer Pergola mit Kletterpflanzen vor dem Eingangsbereich.
Die Schüler fühlten sich für ihren „ Schulwald“ verantwortlich, die Klassen wurden mit Gießkannen ausgerüstet und jede Klasse bekam einen eigenen Bereich zur Pflege zugeteilt. Unsere an den neuen Schulhof geknüpften Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Aggressive Rangeleien nahmen deutlich spürbar ab, weil dem kindgemäßen Bewegungsdrang und der Entdeckerfreude beim Spielen in den Pausen vielfältige Möglichkeiten geboten wurden. Jede Klasse bekam einen Korb mit Spielgeräten. Natürlich wird besonders an Regentagen viel Schmutz in die Schule getragen, der besonders auf den hellen Bodenfliesen der Pausenhalle und der Flure auffällt und die Kinder sind oft „ nicht wieder zu erkennen“, wenn sie mittags nach Hause kommen! Inzwischen tragen es alle gelassen und sehen den pädagogischen Wert im Vordergrund. Die „ Einheimischen“ haben sich an den Anblick der Maschener „ Dreckskinder“ in der Schule gewöhnt, nur fremde Besucher mögen manchmal einen verwunderten Blick auf die Kinder werfen! Um den Reinigungskräften entgegenzukommen, fegen die Kinder nach Unterrichtsschluss ihre Räume aus. Sie tun es gerne, denn sie wissen, für welchen Preis sie es tun!
Leider hat sich dieser naturnah gestaltete Schulhof nicht wie von uns erwartet entwickeln können. U.a. durch die Baumaßnahmen im Zuge des Schulerweiterungsbaus wurde ein großer Teil der von uns gepflanzten Sträucher vernichtet und der Schulträger, dem der Hof sowieso ein Dorn im Auge war, weigerte sich die angerichteten Schäden zu ersetzen. Trockenheit, schlechter Boden und ein teilweise liebloser Umgang der Kinder mit den Pflanzen trug außerdem dazu bei, dass das Grün auf unserem Schulhof eher spärlich vertreten ist. Wir hoffen allerdings, dass es uns bald gelingt, den Schulhof wieder attraktiver zu gestalten.
Januar 2000Das Kollegium und der Elternrat beschäftigten sich in einem Workshop mit der Frage: „ Was ist eine gute Schule?“ Stärken – Schwächen und Verbesserungsvorschläge wurden in einem Arbeitspapier aufgelistet. Dies war der Beginn einer zielgerichteten Schulprogrammarbeit.
März 2000Die Gesamtkonferenz fasste den einstimmigen Beschluss, auf freiwilliger Basis mit der Schulprogrammarbeit zu beginnen. Drei Themenschwerpunkte wurden für Arbeitsgruppen an den Präsenztagen ausgewählt: Logo für die Schule – ästhetische Gestaltung der Schule – Schulleben
August 2000Die geplante und begonnene Arbeit an den Themen wurde unterbrochen, weil wir durch den Beginn eines umfangreichen Um – und Erweiterungsbaus unserer Schule vor Anforderungen gestellt waren, die unsere ganze Kraft erforderten. Die Grundsteinlegung war bereits am 28. März 2000 erfolgt, jedoch war unser Schulbetrieb durch den 1. Bauabschnitt der Schulerweiterung noch nicht beeinträchtigt. Mit dem Beginn des Schuljahres 2000/2001 jedoch begannen die Umbauarbeiten im Gebäude und wir waren zusammen mit den Schülern einer extremen Belastungssituation ausgesetzt. Über ein Jahr verlebten wir mit 240 Grundschulkindern den Schulalltag auf „ Baustellen“ im Gebäude, bis dann endlich der Schulbau am 21.09.2001 eingeweiht werden konnte.
Die ästhetische Gestaltung der Schule hatte sich nunmehr zum großen Teil wie von selbst erledigt durch neue Möbel (z.B. Bistro – Tische in der neuen Pausenhalle) und damit einher entwickelte sich auch ein aktiveres Schulleben! Das Logo hatte nun Priorität ... und für die weitere Schulprogrammarbeit entwickelte sich aus den landesweiten Diskussionen um Schule und Computer der Beschluss, sich als Einsteigerschule mit einem Medienkonzept bei der 1. Förderrunde der N 21 Initiative bis zum 1. März 2001 zu bewerben. Wir wurden berücksichtigt und die Computer hielten Einzug in unsere Schule. Der Computerraum mit Internetanschluss wurde eingerichtet, die Schulverwaltung mehr und mehr auf PC umgestellt (Sibank – Schuldatenprogramm, Statistik, Zeugnisse, Auswertung der Bundesjugendspiele mit PC, Lehrerfortbildung, erste Unterrichtserfahrungen mit PC zusammen mit den Schülern, PC Arbeitsplatz im Schulleitungs- und im Lehrerzimmer). Mutig geworden und bestärkt durch unsere positiven Erfahrungen mit den neuen Medien sowie gestützt durch den Rückhalt in der Elternschaft beteiligten wir uns zum 31. Januar 2002 erfolgreich an der 2. Förderrunde der N 21 Initiative mit einem umfangreichen Medienprojekt. Dieses Medienprojekt wurde für die dritte n-21 Förderrunde nochmals überarbeitet und als förderungswürdig eingestuft. Durch eigene Spendenaktionen, e-bay Versteigerungen von n-21 sowie vor allem durch eine großzügige Spende der TUI Stiftung (ehemals Preussag-Stiftung) war es möglich, die notwendigen Finanzmittel für die Realisierung unseres Projektes zusammenzubringen. An dieser Stelle möchten wir uns auch für die Unterstützung der Gemeinde Seevetal als Schulträger bedanken. Die Beteiligung an den Antragsrunden war nur durch die Zusage einer 50%igen Finanzierungsbeteiligung durch den Schulträger möglich möglich. Aus diversen Gründen, für die wir nicht verantwortlich sind, konnten die Mittel aus der Förderrunde 2003 erst ab Mitte 2005 ausgegeben werden. Die noch ausstehende professionelle Vernetzung der gesamten Schule soll während der Herbstferien 2005 erfolgen. Die Ausstattung unserer Grundschule mit den neuen Medien und deren Einbindung in den Unterricht ist ein wesentlicher Teil eines Schulprofils geworden und wir arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung unseres Medienprojekts „ Wir stellen uns und unseren Ort multimedial vor“. Das geht - auf Grund vieler anderer Aufgaben - allerdings nicht ganz so schnell voran wie geplant. Und das Logo??...
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